Grundsätzliche Druckverfahren:
CLC-Digitalransferdruck (HELL): Diese einfache und schnelle Art der Textilveredelung bietet kostengünstig die Möglichkeit auch bei nur einem Shirt einen vollfarbigen Druck , mittels eines hochwertigen Laserkopierers zu erstellen, bis zu einem Format von DIN A3. Dabei wird eine spezielle Laserfolie bedruck und mittels sehr hohem Druck und großer Hitze unter einer Transferpresse auf das Textil übertragen. Da es bei diesem Druckverfahren keine weiße Deckfarbe gibt, sind alle Farben transparent , also nicht deckend. Deshalb sollte man am besten helle Textilien benutzen(Farbveränderung!) Dieses Drucksystem ist von der Haltbarkeit nicht das absolut Optimale, da die Farben bei häufigem Waschen etwas nachlassen . Man kann dies mit Nachbügeln auf den Druck mit Backpapierabdeckung zwar um einiges verlängern, aber nicht ganz verhindern. Für diesen Druck spricht aber der sehr dünne Farbauftrag und ein weiches Tragegefühl, ebenso wie die gute Dehnbarkeit bei elastischen Stoffen.
CLC-Digitaltransferdruck(DUNKEL): Vom System her gleich wie der helle CLC-Digitaldruck ist der wichtigste Unterschied das der Untergrund der Folie deckend Weiss ist und somit auch für dunkle Textilfarben geeignet ist. Problematisch sind dadurch aber Texte oder Logos die freigestellt sein sollen. Durch die Deckfarbe ist der Druck auch wesentlich auftragender, dicker und viel weniger dehnbar, also am besten für Fotomotive in einfacher Form auf recht dicke Textilien geeignet.
Flex- und Flockdruck: Diese Schneide-Druckverfahren sind heutzutage nicht mehr aus dem modernen Textildruck wegzudenken. Durch den hohen Tragekomfort , die kräftigen Deckfarben, die große Auswahl an verschiedensten Folien (Effektfolien) und die sehr gute Waschbarkeit ist dies für individuelle Logos und Schriften mit einer oder wenigen Farben (ohne Farbverläufe) eine optimale Drucktechnik. Das Motiv wird aus einer einfarbigen Folie herausgeschnitten, dann folgt das entgittern der Folie, wobei das überflüssige Material mit einem Weeder entfernt wird,sodas nur noch die zu übertragende Folie übrig bleibt. Die Folie wird anschließend unter Wärmeeinwirkung und Druck mit dem jeweiligen Untergrund verschmolzen.
Sublimationsdruck: Beim Subli-Druck kommen alle Vorteile des Digitaldrucks zum tragen, aber die Haltbarkeit ist doch wesentlich höher, die Farben sind kräftiger. Der Nachteil ist das man nur spezielle polyesterbeschichtete Materialien verwenden kann, also sind eigene Textilien nicht bedruckbar. Diese Subli-Shirts sind natürlich auch teurer also normale Baumwollshirts.
Direktdruck: Ein Verfahren das fast alle Vorteile vereint. Es ist damit möglich einen weichen , sehr gut waschbaren , vollfarbigen Druck auf fast alle Baumwollstoffe zu bekommen. (Bei hellen Stoffen extrem dünn, bei dunklen etwas dicker) Nur ist der Aufwand höher, da das Textil vorgedruckt und mit einer speziellen Haftflüssigkeit eingesprüht werden muss. Man kann mit diesem System auch nicht so einfach den Druck überall auf dem Textil positionieren wir bei anderen indirekten Systemen.
Solventflex: Das ist eine Folie die in einem Solventschneideplotter mit Farbeinheit sowohl bedruckt als auch geschnitten werden kann. Das Ergebnis ist gut waschbar, keine allzu dicke Folie und wenn es das Motiv zulässt auch freigestellt für dunkle Textilien.
Laser-Siebdruck: Hierbei handelt es sich um ein Verfahren mit dem Deckfarben-Transfers hergestellt werden.Wie beim Klassischen Siebdruck wir ein Film belichtet oder geschnitten und auf ein feines oder grobes Sieb übertragen. Dann können entweder einfarbige Transfers direkt mit Textilfarben erstellt werden oder Transfers aus dem CLC-Drucker werden mit weißer Siebdruckfarbe hinterlegt und dann mit Hitze zu einem Deckfarben oder Transparentfarben Transfer verschmolzen. Super Waschbarkeit und ein dünner Farbauftrag sind die Vorteile, für Einzelstücke nicht geeignet (ab 10st.)und die Grundkosten ein kleiner Nachteil.
Sticken: Eine sehr haltbare Art der Textilveredelung und gut geeignet um z.b. In Handtücher Namen oder Initialen zu sticken, aber recht Zeitaufwendig bei Logos oder komplexen Schriften.